Marktpsychologie

Menschliches Marktverhalten erklären und voraussagen

Gegenstand der Marktpsychologie, ist der Versuch, menschliches Verhalten in Bezug auf deren Beteiligung an Märkten zur erklären und vorauszusagen. Die Marktpsychologie zählt damit zur angewandten und praktischen Psychologie und zeichnet sich dadurch aus, dass die gewonnenen Ergebnisse und die daraus entwickelten Konzepte und Theorien einen hohen Anwendungsnutzen haben.

Mit Hilfe der Marktpsychologie lässt sich beispielsweise herausfinden, warum Markteilnehmer (Konsumenten) ein ganz bestimmtes Produkt kaufen und nicht auf ein anderes Produkt ausweichen. Sie analysiert die damit im Zusammenhang stehenden Motive und Bedürfnisse, persönlichen Meinungen, Vorstellungen und Vorurteile.

Aufgabe der Marktpsychologie ist die Bestimmung unterschiedlicher Verbrauchertypen. Anhand von Motiv- und Bedrüfnisstrukturen lässt sich aufzeigen, welche Faktoren positiv oder negativ auf das Konsumverhalten der Verbraucher wirken. Die Marktpsychologie liefert somit wichtige Erkenntnisse, insbesondere wenn es darum geht, neue Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich am Markt zu positionieren.

Methode: Befragung

Die Befragungs-Methode liefert Informationen über Sachverhalte, die nicht beobachtet werden können - also beispielsweise zu:

  • Einstellungen und Meinungen
  • Wissen und Erfahrungen
  • konkrete Verhaltensweisen
  • Motive für bestimmte Verhaltensweisen
  • Wünsche und Ängste
  • persönliche Planungen.

Methode: Beobachtung

Stößt die Befragungs-Methode an ihre Grenzen, kommt die Beobachtungs-Methode zur Anwendung. Hierbei werden Sachverhalte erfasst, die sowohl mit menschlichen Sinnen als auch mit technischen Sensoren wahrnehmbar sind.

Von Vorteil ist, dass dabei sogar Dinge erfassbar werden, die größtenteils im Unterbewusstsein stattfinden. Dazu zählen beispielsweise gewohnheitsbedingte Handlungen wie das verinnerlichte Autofahren oder das Einschalten des Lichts bei Dämmerung.