Guerilla-Marketing

Mit geringen finanziellen Mitteln große Wirkung erzielen

Guerilla-Marketing ist ein geeignetes Vermarktungsinstrument, wenn nur kleine Werbeetats zur Verfügung stehen. Hauptmerkmal ist eine möglichst kreative und vor allem ungewöhnliche Umsetzung und Positionierung von Werbebotschaften, wobei diese unabhängig von Werbemittel und Werbeträger funktionieren. Der Werbetreibende agiert dabei häufig fernab der klassischen Werbeformen und sucht dafür einen Absatzkanal, der günstig zu erhalten ist - beispielsweise lokal begrenzt oder innerhalb einer ganz bestimmten Branche.

Guerilla-Marketing wurde in den 1980er Jahren vom US-amerikanischen Marketingsexperten Jay Conrad Levinson begründet. Vor dem Hintergrund der damaligen wirtschaftlichen Schieflage, insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmungen, zeigte er neue Werbeformen auf, die mit minimalen Kosten möglichst viel Aufmerksamkeit erzeugen.

Weiterführende Links

Das Weblog (engl.) des Guerilla-Marketing Begründers Levinson informiert über aktuelle Trends und liefert wertvolle Tipps und Strategien.

Worauf kommt es an?

  • qualitativ hochwertige und persönliche Kundenansprache
  • keine Massenwerbung, sondern Spezialisierung auf Marktnischen
  • klare Kommunikation der Werbebotschaft
  • Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt

Guerilla-Marketing Instrumente

  • Out-of-Home (Ambient Media, Ambush Marketing, Guerilla Sensation)
  • New Media (Viral Marketing, Buzz-Marketing, Guerilla Mobile Taktik)
  • Low Budget (kostengünstige, effektive Vermarktungsideen)

Out-of-Home

  • Werbung im öffentlichen Raum
  • Werbung im Lebensumfeld der Zielgruppe
  • Werbung im Umfeld von Großveranstaltungen
  • Werbung an medienwirksamen Orten

Beispiele:

  • Verteilung kostenfreier Postkarten in Kneipen
  • Werbung auf Verpackungen
  • Werbung auf Zapfpistolen an Tankstellen
  • Infomonitore in Shops und Bahnhöfen
  • Werbung bei Sportveranstaltungen
  • spektakuläre Events auf öffentlichen Plätzen

New Media

  • Werbung im Internet
  • Werbung über Mobiletelefone (SMS, MMS)
  • Werbung via E-Mail

Beispiele:

  • Moorhuhn-Spiel (von Johnnie Walker)
  • Blair Witch Projekt (Low Budget Film)
  • JK Wedding Entrance Dance (YouTube Video)
  • »Gefällt mir«-Funktion in sozialen Netzwerken
  • Rundmails mit Witzen oder Hilfeaufrufen
  • Informationsverbreitung über Weblogs
  • kostenfreie Klingeltöne via Bluetooth

Low Budget

  • kreative Werbeideen, die wenig kosten
  • ausgefallene Aktionen und Events
  • Berücksichtigung lokaler Gewohnheiten

Beispiele:

  • Kundenvorteilskarten und Gutscheine
  • Flugblätter mit Antwortkarte
  • Pressemeldungen
  • Schaufensterwerbung
  • Verkehrsmittelwerbung
  • Anzeigen im Telefonbuch
  • Wochenmärkte