Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen

Bohren

Die fertigen Papierbögen werden nach dem Druck mit speziellen Papierbohrmaschinen gebohrt, damit diese (beispielsweise in herkömmlichen Ordnern) abgeheftet werden können. Papierbögen können 1-fach, 2-fach oder 4-fach gebohrt werden.

Cellophanieren

Glanz- oder Mattfolie wird nach dem Druck einseitig oder beidseitig auf die Oberfläche des Druckbogens übertragen, wodurch das Endprodukt qualitativ aufgewertet und geschützt wird. Spezielle kratzfeste Folien ermöglichen bei Bedarf eine erhöhte Wiederstandsfähigkeit.

Folienverschweißung

Verpackungstechnik zum Schutz vor Staub und Feuchtigkeit bei Lagerung und für den Versand. Die fertigen Drucksachen werden stapelweise mit einem Haubenschrumpfgerät in Klarsichtfolie eingeschweißt.

Kalender-Wire-O-Bindung

Unterteilte Wire-O-Bindung, die aus zwei Ringdrähten und einem Kalenderaufhänger besteht. Vor der eigentlichen Bindung wird an der Kopfmitte ein halbkreisförmiges Daumenloch heraus gestanzt.

Kaltklebebindung

Die gedruckten Einzelseiten werden zu einem Block zusammengetragen, am Rücken rau angefräst und mit Dispersionsleim kalt verklebt. Nach der Trocknung lassen sich die Blätter wie bei einem Schreibblock einzeln abreißen.

Kaschieren

Beim Kaschieren werden Kartons, Pappen oder Platten mit bedruckten Papieren, Geweben oder Folien überzogen. Das überstehende Material wird nach dem Kaschiervorgang manuell abgeschnitten.

Lackieren

Offset- oder Digital-Drucksachen können während des Drucks mit Mattlack oder Glanzlack oder nachträglich mit hochglänzendem UV-Lack veredelt werden. Resultat ist eine glänzende Oberfläche sowie ein wirkungsvoller Schutz vor Verarbeitungsspuren oder späterem Farbabrieb. Drucklacke können vollflächig oder partiell aufgebracht werden.

Laminieren

Der fertige Druckbogen wird beidseitig mit Glanz-, Matt- oder selbstklebender Folie eingeschweißt. Die Kanten werden dabei auf das Endformat oder überstehend zugeschnitten. In Abhängigkeit vom verwendeten Laminat werden ein bedingter Feuchtigkeitsschutz und Kratzfestigkeit erreicht.

Perforieren

Perforierungen verringern den Einreiß- oder Durchreißwiderstand von Papieren, wobei spezielle Messer das Papier nur teilweise durchtrennen, sodass eine feine Abtrennlinie aus Schlitzen oder Löchern entsteht, wie beispielsweise bei Eintrittkarten oder Gutscheinen.

PUR-Klebebindung

PUR-Klebebindungen kommen bei Produkten mit größerem Umfang zum Einsatz. Die bedruckten Einzelseiten zu einem Block zusammengetragen, am Rücken rau angefräst und mittels heiß aufgetragenen Kleber unter hohen Druck mit dem Umschlag verklebt. Diese Art der Bindung ist besonders elastisch, reißfest und langlebig.

Prägen

Durch Prägung wird Papier insofern verformt, dass eine ansprechende Reliefbildung entsteht. Prägungen können erhaben oder vertieft sein und gehören zu den anspruchsvollsten Veredelungsmöglichkeiten für Drucksachen.

Ösen

Großformatige Drucke (wie Banner) werden mit Ösen versehen, welche als Aufhängevorrichtung dienen und somit eine einfache Installation ermöglichen. In das bedruckte Gewebe werden Löcher gestanzt und mit Metallösen versehen.

Rillen

In Vorbereitung des eigentlichen Falzvorganges wird Papier durch Materialverdichtung oder -verdrängung an der dafür vorgesehenen Biegestelle gerillt, wodurch die Falzqualität erheblich verbessert wird.

Ringösenheftung

Bindeart, die eine herkömmliche Rückstichheftung um standardisierte Abheftösen erweitert, wodurch das Druckerzeugnis in Ordnern abgeheftet werden kann. Die Ringösen ragen als Drahthalbringe an der gebundenen Seite des Druckproduktes heraus.

Rückstichheftung

Die fertigen und bereits gefalzten Druckbögen werden mit 2 bis 4 Metallklammern fest miteinander verbunden. Die Rückstichheftung eignet sich, in Abhängigkeit von der Papierstärke, für Broschüren mit begrenztem Umfang - z.B. bis zu 96 Seiten bei 90 g/qm Papier.

Schneiden

Papierbögen werden nach dem Druck einzeln oder in Stapeln mit extrem scharfen Messern auf das gewünschte Endformat zugeschnitten. Die Druckerei orientiert sich dabei an den vorgegebenen und in den Druckdaten angelegten Schnittmarken.

Stanzen

Unter Verwendung spezieller Stanzeisen, Stanzformen oder Stanzlinien können Papiere und Kartons zu beliebigen Formen ausgestanzt werden. Individuelle Formatvorgaben erfordern jedoch in den meisten Fällen die Anfertigung eigener Stanzwerzeuge.

Wire-O-Bindung

Bei der Wire-O-Bindung wird ein zu Schlaufen gedrehter Endlosdraht durch vorbereitete Ausstanzungen geführt und fest verschlossen, wodurch die gebundenen Einzelblätter nicht mehr entnehmbar sind. Derart gebundene Drucksachen lassen sich leicht aufschlagen und klappen nicht von allein wieder zu.