Papiergewicht berechnen
Das Gesamtgewicht von Druckerzeugnissen wird mit folgender Formel berechnet:
G = Bm x Lm x Qg/qm x UBlatt
G
Bm
Lm
Qg/qm
UBlatt |
=
=
=
=
= |
Gesamtgewicht (g)
Breite Papierbogen (m)
Länge Papierbogen (m)
Papiergewicht (qm)
Anzahl der Blätter |
Rechenbeispiel:
- 64-seitige Broschüre (32 Blatt)
- Format DIN A4 (21,0 x 29,7 cm)
- 115 g/qm Bilderdruck
G = 0,21 x 0,297 x 115 x 32
G = 229,52 g
Buchrückenstärke berechnen
Die Stärke eine Buchrückens lässt sich mit folgender Formel berechnen:
R = IBlatt x DImm + UBlatt x DUmm
R
IBlatt
DImm
UBlatt
DUmm |
=
=
=
=
= |
Buchrücken (mm)
Blattanzahl Inhalt
Bogendicke Inhalt (mm)
Blattanzahl Umschlag
Bogendicke Umschl. (mm) |
Dabei spielt die Bogendicke des Papiers eine wichtige Rolle - z.B.:
80 g/qm
115 g/qm
115 g/qm
135 g/qm
135 g/qm
150 g/qm
150 g/qm
300 g/qm |
Naturpapier
BD matt
BD glänzend
BD matt
BD glänzend
BD matt
BD glänzend
BD glänzend |
0,120 mm
0,110 mm
0,095 mm
0,130 mm
0,110 mm
0,150 mm
0,130 mm
0,240 mm |
BD = Bilderdruck
Rechenbeispiel:
- Buch mit 160 Seiten (80 Blatt)
- Inhalt auf 150 g/qm Bilderdruck glänzend
- Umschlag auf 300 g/ qm Bilderdruck glänzend
R = (80 x 0,130) + (2 x 0,240)
R = 10,4 + 0,48
R = 10,88 mm
Bundzuwachs berechnen
Der Bundzuwachs bei Broschüren wird mit nachfolgender Formel berechnet:
Z = ((SSeiten / 4) - UBogen) x DImm
Z
SSeiten
UBogen
DImm |
=
=
=
= |
Bundzuwachs
Seitenanzahl Broschüre
Bogenanzahl Umschlag
Bogendicke Inhalt (mm) |
Für die genaue Bestimmung des Bundzuwachses ist die Bogendicke des Papiers notwendig, welche dann alle 4 Seiten zum Tragen kommt (1 Druckbogen = 4 Seiten).
Rechenbeispiel:
- Broschüre mit 96 Seiten
- inkl. 4 Seiten Umschlag
- Inhalt 135 g/qm Bilderdruck matt
- Bogendicke = 0,130 mm
Z = ((96 / 4) - 1) x 0,130 mm
Z = (24 - 1) x 0,130 mm
Z = 23 x 0,130 mm
Z = 2,99 mm
Das bedeutet, dass der Satzspiegel der Einzelblätter jeweils 0,13 mm nach innen verschoben werden muss - der Satzspiegel der innersten Seite also 2,99 mm nach innen abweicht.
Was bedeutet Bundzuwachs?
Werden viele Druckbögen übereinander gelegt, zu einer Broschüre gefaltet und mittels Rückstich- oder Ringösenheftung miteinander verbunden, ragen die mittleren Seiten im geschlossenen Zustand über den Umschlag hinaus. Es entsteht ein unschöner Treppeneffekt - der Bundzuwachs. Nach dem Binden und Schneiden auf das Endformat, sind die inneren Seiten kürzer als die Äußeren.
Deshalb muss der Bundzuwachs bei Broschüren ab 48 Seiten bereits bei der Gestaltung berücksichtigt werden. Der Bund, also der Bereich zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten eines Druckbogens, muss von Bogen zu Bogen nach außen wachsen, damit die Satzspiegel nach der Produktion genau übereinander liegen.
In der Praxis wird der Bund von außen nach innen minimiert.