Papierformate, Maßeinheiten und Formeln

DIN A-Reihe

Die gebräuchlichsten Maßeinheiten sind die der DIN A-Reihe. Von einer 1 Quadratmeter großen Fläche (A0) werden Rechtecke gebildet, wobei das Seitenverhältniss immer gleich bleibt. Die Ziffer gibt an, wie oft das Ursprungsformat zu schneiden oder falzen ist.

DIN B-Reihe

Die DIN B-Reihe basiert auf dem Format B0 mit einer Größe von 1.000 mm x 1.414 mm. Die Fläche von DIN B ist 1,414 mal so groß wie die von DIN A. Die DIN B-Reihe bezeichnet beispielseise Formate für Postkarten, Briefbogen und Flyer.

DIN C-Reihe

Die DIN C-Reihe beginnt bei DIN C0 mit 917mm x 1.297mm. DIN C liegt zwischen DIN A und DIN B und beschreibt beispielsweise Formate für Versandtaschen, Briefhüllen sowie Kuverts und Umschläge zum Versenden der DIN A-Reihe.

Großflächenformate

Großflächen im 18/1-Bogen-Format, die in zusammensetzbaren Teilen produziert werden. 1/1-Bogen entspricht DIN A1. Alle weiteren Endformate werden in Hoch- oder Querlage zusammengesetzt.

DIN A-Formate

DIN A0
DIN A1
DIN A2
DIN A3
DIN A4
DIN A5
DIN A6
DIN A7
DIN A8
DIN A9
DIN A10

841
594
420
297
210
148
105
74
52
37
26

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x

1.189
841
594
420
297
210
148
105
74
52
37

mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm

DIN B-Formate

DIN B0
DIN B1
DIN B2
DIN B3
DIN B4
DIN B5
DIN B6
DIN B7
DIN B8
DIN B9
DIN B10

1.000
707
500
353
250
176
125
88
62
44
31

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x

1.414
1.000
707
500
353
250
176
125
88
62
44

mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm

DIN C-Formate

DIN C0
DIN C1
DIN C2
DIN C3
DIN C4
DIN C5
DIN C6
DIN C7
DIN C8
DIN C9
DIN C10

917
648
458
324
229
162
114
81
57
44
28

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x

1.297
917
648
458
324
229
162
114
81
57
40

mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm

Plakat-Formate

18/1
8/1
6/1
4/1
4/1
City

4 Teile
2 Teile
3 Teile
2 Teile
2 Teile
1 Teile

3.560
1.680
1.190
1.190
840
1.200

x
x
x
x
x
x

2.520
2.380
2.520
1.680
2.380
1.760

mm
mm
mm
mm
mm
mm

Papiergewicht berechnen

Das Gesamtgewicht von Druckerzeugnissen wird mit folgender Formel berechnet:

GBmLmQg/qmUBlatt

G
Bm
Lm
Qg/qm
UBlatt

=
=
=
=
=

Gesamtgewicht (g)
Breite Papierbogen (m)
Länge Papierbogen (m)
Papiergewicht (qm)
Anzahl der Blätter

Rechenbeispiel:

  • 64-seitige Broschüre (32 Blatt)
  • Format DIN A4 (21,0 x 29,7 cm)
  • 115 g/qm Bilderdruck

    G  =  0,21 x 0,297 x 115 x 32
    G  =  229,52 g

Buchrückenstärke berechnen

Die Stärke eine Buchrückens lässt sich mit folgender Formel berechnen:

RIBlattDImmUBlattDUmm

R
IBlatt
DImm
UBlatt
DUmm

=
=
=
=
=

Buchrücken (mm)
Blattanzahl Inhalt
Bogendicke Inhalt (mm)
Blattanzahl Umschlag
Bogendicke Umschl. (mm)

Dabei spielt die Bogendicke des Papiers eine wichtige Rolle - z.B.:

80 g/qm
115 g/qm
115 g/qm
135 g/qm
135 g/qm
150 g/qm
150 g/qm
300 g/qm

Naturpapier
BD matt
BD glänzend
BD matt
BD glänzend
BD matt
BD glänzend
BD glänzend

0,120 mm
0,110 mm
0,095 mm
0,130 mm
0,110 mm
0,150 mm
0,130 mm
0,240 mm

BD = Bilderdruck

Rechenbeispiel:

  • Buch mit 160 Seiten (80 Blatt)
  • Inhalt auf 150 g/qm Bilderdruck glänzend
  • Umschlag auf 300 g/ qm Bilderdruck glänzend

    R = (80 x 0,130) + (2 x 0,240)
    R = 10,4 + 0,48
    R = 10,88 mm

Bundzuwachs berechnen

Der Bundzuwachs bei Broschüren wird mit nachfolgender Formel berechnet:

Z = ((SSeiten /  4)  -  UBogen) x  DImm

Z
SSeiten
UBogen
DImm

=
=
=
=

Bundzuwachs
Seitenanzahl Broschüre
Bogenanzahl Umschlag
Bogendicke Inhalt (mm)

Für die genaue Bestimmung des Bundzuwachses ist die Bogendicke des Papiers notwendig, welche dann alle 4 Seiten zum Tragen kommt (1 Druckbogen = 4 Seiten).

Rechenbeispiel:

  • Broschüre mit 96 Seiten
  • inkl. 4 Seiten Umschlag
  • Inhalt 135 g/qm Bilderdruck matt
  • Bogendicke = 0,130 mm

    Z = ((96 / 4) - 1) x 0,130 mm
    Z = (24 - 1) x 0,130 mm
    Z = 23 x 0,130 mm
    Z = 2,99 mm

Das bedeutet, dass der Satzspiegel der Einzelblätter jeweils 0,13 mm nach innen verschoben werden muss - der Satzspiegel der innersten Seite also 2,99 mm nach innen abweicht.

Was bedeutet Bundzuwachs?

Werden viele Druckbögen übereinander gelegt, zu einer Broschüre gefaltet und mittels Rückstich- oder Ringösenheftung miteinander verbunden, ragen die mittleren Seiten im geschlossenen Zustand über den Umschlag hinaus. Es entsteht ein unschöner Treppeneffekt - der Bundzuwachs. Nach dem Binden und Schneiden auf das Endformat, sind die inneren Seiten kürzer als die Äußeren.

Deshalb muss der Bundzuwachs bei Broschüren ab 48 Seiten bereits bei der Gestaltung berücksichtigt werden. Der Bund, also der Bereich zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten eines Druckbogens, muss von Bogen zu Bogen nach außen wachsen, damit die Satzspiegel nach der Produktion genau übereinander liegen.

In der Praxis wird der Bund von außen nach innen minimiert.