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Server-Typen

 

Server

Ein Server (deutsch: Diener) ist in der Informatik ein Dienstleister, der in einem Computersystem Daten oder Ressourcen zur Verfügung stellt. Das Computersystem kann dabei aus einem einzelnen Computer oder einem Netzwerk mehrerer Computer bestehen. Zwei Bedeutungen werden unterschieden:

1. Server-Programm

Ein Computerprogramm, das einen Dienst (z. B. Netzwerkprotokoll) implementiert.

Beispielsweise stellt ein Webserver Webseiten zur Verfügung. Jedes Mal, wenn ein Benutzer auf einen Link klickt, wird eine Anfrage nach der jeweiligen Webseite an den Webserver geschickt, der dann im Gegenzug die geforderte Seite zurücksendet. Server dienen nicht nur zur Bereitstellung von Daten an den Client (Download), sondern auch zum Empfangen von Daten vom Client (Upload). Ein klassisches Beispiel für Server, die diesen bidirektionalen Datentransfer unterstützen sind FTP-Server.

Server werden somit nicht von sich aus aktiv, sondern warten bis sie eine Anfrage bekommen, die sie ausführen können. Man spricht auch oft vom Client-Server-Prinzip: Der Client (Benutzer) verbindet sich mit dem Server (Dienstleister, siehe Netzwerkdienste) für einen bestimmten Zweck.

Ein wesentliches Problem beim Betreiben von Servern ist, dass die Server-Programme manchmal aus unbestimmten Gründen abstürzen und dann nicht mehr auf Anfragen antworten können. Um die Zeit, in der der Server keine Daten mehr zur Verfügung stellen kann, zu verkürzen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder muss eine Person sich ständig um den Server und alle laufenden Server-Programme kümmern oder auf dem Server wird ein sogenannter Service-Monitor eingesetzt, der dazu beiträgt, dass die Serverdienste beständig laufen und so ein Eingriff des Administrators seltener notwendig ist.

2. Server-Computer

Der Computer auf dem ein oder mehrere Server-Programme laufen. Die korrekte Bezeichnung für diesen physischen Rechner ist Host.

Es hat sich in der Praxis durchgesetzt, dedizierte (alleinstehende) Server zu betreiben, auf denen jeweils nur das Server-Programm läuft. Daher kommt die Verwischung zwischen den Begriffen Server-Programm und Server-Computer. Normalerweise wird aber aus dem Kontext klar, ob es sich nun um das Programm oder um den Computer selbst handelt.

Gründe für dedizierte Server können sein:

Der Server hat keinen Einfluss auf den Zeitpunkt einer Kommunikationsverbindung und muss daher permanent erreichbar und empfangsbereit sein. In der Regel verfügt der Server daher über eine Standleitung und eine statische IP-Adresse, die entweder dem Client für die Kontaktaufnahme bekannt sein muss oder einem Nameserver, der die Zuordnung von der IP- Adresse und Domänennamen übernimmt.

 

Server-Typ: Domaincontroller

Der Begriff Domain Controller (DC) kommt hauptsächlich aus der Windows-Welt. Dieser Server verwaltet eine Windows NT/2000/XP Domäne. In einem Netzwerk können mehrere Windows NT/2000/XP Computer zu einer Domäne zusammengefasst werden. Dieses Konzept ähnelt den Arbeitsgruppen von Windows 9x/ME, ist aber nur bedingt vergleichbar. Es ermöglicht die vollständig zentrale Verwaltung des Netzwerks. Es kann direkt am DC festgelegt werden, welche Benutzer sich mit welchem Passwort anmelden dürfen, auf welche Dateien bzw. Netzwerkfreigaben sie Zugriff haben und noch vieles mehr. Die Änderungen gelten für alle Computer, die Mitglied der Domäne sind und werden sofort wirksam.

Bei NT4 Domänen sind Änderungen nur auf dem Primary Domain Controller (PDC) möglich. Der Backup Domain Controller (BDC) hält nur eine eine Sicherheitskopie der User- und Anmeldedaten, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Fällt dieser aus irgendeinem Grund aus, so kann der BDC seine Aufgabe als Anmeldeserver übernehmen (Failover). Im Gegensatz dazu besitzen alle DC einer Domäne unter Win2000 je eine beschreibbare Kopie der Active Directory-Datenbank. Die Veränderung eines Attributes auf einem der DC wird in regelmäßigen Intervallen an alle anderen DC weitergegeben (repliziert). Dadurch sind alle DC auf dem selben Stand. Der Ausfall eines DC ist für die Active Directory Datenbank unerheblich, da keine Informationen verloren gehen. Das Replikationsintervall kann durch den Administrator in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des verwendeten Netzes gewählt werden.

Auch Linux/Unix Server können als DC agieren, wenn sie die freie Server-Software Samba laufen lassen.

 

Server-Typ: Fileserver (Dateiserver)

Die Hauptaufgabe eines Dateiservers (engl. file server) ist es, Speicherplatz für größere Datenmengen bereitzustellen und mehreren Benutzern über ein Netzwerk Zugriff auf diese Daten zu gewähren.

Die zentrale Speicherung von Dateien hat folgende Vorteile/Gründe:

Die meisten Dateiserver dürften in Intranets zu finden sein, hier kommen Unix/Linux mit Samba, Windows NT/2000 Server oder seltener Netware zum Einsatz. Für den Gebrauch im öffentlichen Internet wird üblicherweise auf FTP bzw. abgesicherte Varianten wie SCP mittels SSH zurückgegriffen.

 

Server-Typ: Mailserver

Ein Mailserver, E-Mail-Server bzw. Mail Transfer Agent ist eine Software, die SMTP zum Transport (Mail Transfer Agent), POP3 und/oder IMAP zum Abruf von E-Mails implementiert. Daneben wird der Begriff auch für den Server benutzt, auf dem diese Software läuft.

E-Mails werden mit einen Mail-Client (Mail User Agent) gelesen und bearbeitet.

 

Server-Typ: Proxyserver

Ein Proxy oder Proxyserver (vom engl. proxy representative = Stellvertreter von lat. "proximus" = "Der Nä(c)hste") ist ein Computerprogramm, das im Datenverkehr zwischen Computern oder Computer- Programmen in so genannten Computernetzen zwischen angefragtem Server und anfragendem Client vermittelt. Dem Server gegenüber verhält sich das Programm wie ein Client, dem Client gegenüber wie ein Server. Strukturell/logisch liegt der Proxyserver zwischen anfragendem Client und dem angefragten Server, zu dem er vermittelt. Der strukturell Nächste ist hier aber nicht notwendigerweise auch der räumlich Nächste. Beispielsweise vermittelt ein Proxyserver einer Firma allen Datenverkehr der Computer der Mitarbeiter mit dem Internet. Der Proxyserver JAP hingegen vermittelt den anonymen Internetdatenverkehr eines Surfers möglicherweise über eine seiner Komponenten in New York zu einem Internetcafé seiner Stadt.

1. Funktion

Im einfachsten Fall leitet der Proxy die Daten einfach weiter. Oft hat ein Proxy jedoch zusätzlich einige der folgenden Funktionen:

2. Protokolle

Proxys sind generell für jedes verbindungsorientierte Protokoll möglich. Häufig werden sie für folgende Protokolle verwendet:

3. Sonderformen

 

Server-Typ: Webserver

Ein Webserver ist im engeren Sinne ein Server- Dienst, welcher Dateien bzw. Daten über das HTTP-Protokoll zur Verfügung stellt, die sich über eine HTTP-URL adressieren lassen. Umgangssprachlich versteht man unter Webserver aber auch einen physisch vorhandenen Server, auf dem ein entsprechender HTTP-Dienst läuft.

Im typischen Umfeld einer Website liefert der Webserver hauptsächlich HTML-Seiten, Bilder (JPG, GIF, PNG) und Stylesheets aus. Bis auf den zurückgelieferten MIME-Typ macht es für den Webserver aber keinen Unterschied, welche Art von Daten er ausliefert. Zunehmend wird aber neben der Auslieferung statischer Daten vermehrt auf den Einsatz von Skripten (PHP, JSP, ASP), Server-Containern (Servlets, ASP.NET) und Webservices (Soap) zurückgegriffen, was eine interaktive Benutzerführung ermöglicht.

Bei jeder Anforderung, die ein Client an den Server stellt (Request) - beispielsweise durch Anklicken eines Links, wird vom Client eine HTTP-Anfrage an einen Webserver gerichtet. Dieser Webserver wird dann die gewünschte Seite mitsamt des Mime-Types zurücksenden. Die Standard-Ports für den Webserver sind Port 80 für HTTP und Port 443 für HTTPS (per SSL verschlüsselte HTTP-Verbindung).

Seitens des Servers werden üblicherweise alle Anfragen in einem Logfile gespeichert, aus dem mittels Logfile-Analyse Statistiken über Besucherzahlen bzw. Anzahl der Zugriffe pro Seite generiert werden können. Allerdings sind diese nur begrenzt aussagekräftig, da HTTP ein verbindungs- und zustandsloses Protokoll ist, womit verbunden ist, dass nicht mit hoher Genauigkeit bestimmt werden kann, was als Besuch gewertet werden kann. Zwischengeschaltete Proxy-Server, die hier als Client auftreten, erschweren dies weiterhin.

 

 

Q U E L L E N N A C H W E I S

Server
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 409572
Autoren: Orbiter, TheK, Ninjamask, Nocturne, Magnus, Mononoke, Igelball, Sparti, Forevermore, Xperimental, Zwobot, Snc, AHoerstemeier, Parbit, Beyer, Mps, Tim.Huetz, Botteler, D, Andre Engels, JuergenL, Fabian Bieker, Diddi, VerwaisterArtikel, Uweschwoebel.

Server-Typ: Domaincontroller
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 107933
Autoren: Zwobot, Diba, Srbauer, LC, Sparti, sowie 1 anonymer Internetnutzer.

Server-Typ: Fileserver
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 92762
Autoren: Mathias Schindler, Ingo Weisemöller, TheK, Christian List, Sparti, Tsor, Srbauer, Marasek, sowie 11 anonyme Internetnutzer.

Server-Typ: Mailserver
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 282411
Autoren: Diddi, AndreasB, Elian, Mijobe, FlaBot, Carter666, Guillermo, Meph666, TobiasEgg, sowie 3 anonyme Internetnutzer.

Server-Typ: Proxyserver
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 361120
Autoren: Euripides, Sparti, Finex, Dishayloo, WiESi, Zwobot, MichaelDiederich, Tiza, Darrn, Mps, Auchwaswisser, Mikue, Skriptor, Freerk, Steffen, Fabian Bieker, Proesi, Hadhuey, Hamsta, Diddi, Stefan Kühn, Zocko, Tsor, TomK32, Paul Ebermann, sowie 67 anonyme Internetnutzer.

Server-Typ: Webserver
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 484204
Autoren: Haeber, Kurt Jansson, Fanta, Nd, Ben-Zin, Finex, Echoray, Daniel B, Zwobot, Cljk, MarkusKnittig, Head, Stefan Schärli, Kku, HenHei, Parbit, PyBot, KW, Wikimensch, Lupino, Romantiker, JuergenL, Nikai, Schoos, TobiasEgg, Ruehrer, Diddi, LosHawlos.

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