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Druckvorstufe

 

Druckvorstufe

Die Druckvorstufe ist ein Teilprozess der Drucktechnik.

Ihre Aufgabe besteht darin, Inhalte (wie Texte, Bilder) und Layouts zusammenzuführen. Dabei werden Daten, die von Werbeagenturen, Verlagen oder direkt vom Kunden kommen, in druckbare Daten für den Druckprozess umgesetzt. Ihr Endprodukt war früher meistens ein Film oder eine PostScript-Datei, heute immer öfter eine PDF-Datei.

Teilprozesse der Druckvorstufe sind Satz, Reproduktion und Druckformherstellung (mit Seiten- und Bogenmontage).

Da Druckereien immer öfter die Druckvorstufe wieder eingliedern, verschwimmt die (früher klare) Trennung zwischen Druckvorstufe und dem Druck. So werden die Daten der Druckvorstufe oft direkt auf die Druckplatte übertragen (das nennt man Computer-to-Plate (CtP)).

 

Druckvorstufe: Layout

Layout, aus dem englischen für Plan oder Anlage, auch: Lay-Out.

Das detaillierte Sichtbarmachen eines gedanklichen Bildes, meist dem einer Drucksache. Die Visualisierung vermittelt dem Gestalter und dem Auftraggeber einen Eindruck über die Form der späteren Ausführung und dient damit als verbindliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Ausführung. Aufgrund der im Layout fixierten, markanten Designelemente wurde der Begriff in den letzten Jahren auch auf die spezifische Gesamterscheinung, meist eines Medienproduktes, das in der einen oder anderen Art wiederholt bzw. aktualisiert wird, z. B. (Zeitschrift, Radiosendung, Broschüre, Website u.a.) verwandt.

In der Elektronik wird das Anordnungsschema einer Schaltung ebenfalls Layout genannt.

Layout in den Medien:

Während Layouts für eine einzelne Drucksache lediglich als Unikate - oft auch Akzidenz genannt - angelegt werden, sind im Layout für Periodika oder Reihen in erster Linie auf einer konzipierten Gesamtanmutung beruhende Standards zu fixieren. Definiert werden in der Regel: Die Formate der Drucksachen, die Satzspiegel für Text- und Bildanordnungen sowie die Schriftcharaktere und -größen für Headlines und Fließtexte. Zudem wird ein Farbklima bzw. -spektrum festgehalten, das sich auf die Farben von Schriften, Hintergründe, grafische Elemente wie Informationskästen, aber auch von Farbabbildungen bezieht.

In der Werbung mit Anzeigen, Plakaten und Broschüren wird in den Layoutrichtlinien auch eine Bildsprache vorgegeben, die eine Wiedererkennbarkeit der Drucksachen steigert. Bei derart komplexen, planerisch angelegten Layouts ist die Mischung zwischen Konstanten und Variablen entscheidend für den langfristigen Erfolg: Die Konstanten sollen einen festen Rahmen für variable Inhalte vorgeben, ohne sie in ihrer Wirkung zu mindern oder eine Weiterentwicklung des Designs zu verhindern.

Aufgrund der nahezu ausschließlichen Erstellung von Layouts am Computer lassen sich die Layoutrichtlinien in Form digitaler Stilvorlagen fixieren, die das Entwerfen unabhängig vom Standort oder der Anzahl der umsetzenden Grafikdesigner vereinheitlichen und vereinfachen.

Die Hauptelemente einer Gestaltung nennt man Format, die nachgeordneten Unterelemente werden als Layouts (Aufmacher, Kurzartikel, Eckenbrüller, Aufsetzer, Essay, Verkehrsdurchsage u.a.) bezeichnet. Ein Layout wird für ein solches Unterelement entworfen und ist seinerseits in Unterelemente gegliedert (Überschrift, Lauftext, Kasten, Jingle u. a.). Ein professionelles Layout besteht aus abstrakten Elementen mit definierten Eigenschaften, ist aber zunächst ohne Inhalt.

Format und Layout sowie dessen Unterelemente dienen als informationelle und darstellungsorientierte "Behälter" für den später dort eingebrachten Inhalt. Sie ändern ihr Aussehen in der Regel nie bzw. nur in Fällen, wo ein dauerhaft erfolgreiches Format modernisiert und zeitgemäßem Stil angepasst werden soll.

Die strenge Einhaltung von Format- und Layout-Vorgaben dient einerseits der Corporate Identity eines Medienprodukts, stellt andererseits aber eine wichtige Orientierungshilfe für den Rezipienten im Informationsangebot des Medienprodukts dar.

Typische Programme zur Erstellung von Layouts sind QuarkXPress, InDesign, Pagemaker, CorelDraw bzw. propriätere Programme grosser Systemanbieter.

 

Druckvorstufe: Satz

Als Satz bezeichnet man in der Druckerei die Zusammenstellung von Texten aus Lettern bei der Herstellung von Druckformen. Der Satz mit beweglichen Lettern wurde in Europa 1440 von Johannes Gutenberg neu erfunden, nachdem in China diese Technik bereits in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts Anwendung gefunden hatte.

Die älteste Technik ist der bis Ende des 20. Jahrhunderts dominierende Bleisatz. In den letzten Jahrzehnten ist der Bleisatz immer mehr zunächst vom Fotosatz und später vom Computersatz (Desktop Publishing) abgelöst und verdrängt worden. Die neuen Satztechniken ermöglichen gegenüber dem Bleisatz freiere Gestaltungsmöglichkeiten und höhere Produktivität.

 

Druckvorstufe: Satzspiegel

Als Satzspiegel wird die Nutzfläche auf dem Papier eines Buches, einer Zeitschrift oder anderen Druckwerken bezeichnet. Der Satzspiegel wird begrenzt durch die Satzspiegelränder, also die Stege außerhalb der bedruckten Fläche. Die Spalten (Kolumnen) mit Text, Grafik oder Bild gehören immer zum Satzspiegel, während der Kolumnentitel (Kopfzeile, Seitenzahl etc.) nicht mehr dazu gehört.

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Bleisatz und Buchdruck. Im Spiegel über seinem Arbeitsplatz konnte der Setzer die seitenverkehrt gesetzten Buchstaben seitenrichtig lesen.

So wurde beispielsweise im Mittelalter bei Papier mit dem Seitenverhältnis 2:3 oft ein Verhältnis von Bundsteg:Kopfsteg:Außensteg:Fußsteg von 2:3:4:6 verwendet, bei Papier mit 3:4 auch 3:4:6:8.

 

 

Q U E L L E N N A C H W E I S

Druckvorstufe
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 111757
Autoren: Eddy Renard, Jan Philipp Fiedler, Elya, Hhdw, sowie 5 anonyme Internetnutzer.

Druckvorstufe - Layout
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 265158
Autoren: Asdrubal, Stf, Erwin E aus U, MFM, Hhdw, Mguenther, Karl-Henner, Qno, HaThoRator, Zwobot, Libelle63, sowie 12 anonyme Internetnutzer.

Druckvorstufe - Satz
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 391599
Autoren: AHoerstemeier, PeerBr, Ulfinger, ChristophDemmer, Katharina, MatthiasKabel, sowie 4 anonyme Internetnutzer.

Druckvorstufe - Satzspiegel
DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 391742
Autoren: Duderer, Burgkirsch, MatthiasKabel, Hati, Kku, Wolfgangbeyer, Jan Philipp Fiedler, Chd, LaScriba, Zwobot, Libelle63, sowie 1 anonymer
Internetnutzer.

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